
Aus dem Jahr 1976 stammt diese russische Filmfassung des Andersen-Märchens "Die kleine Meerjungfrau":
| Eine
Kutsche rollt über schneebedeckte Felder. Ein junges Mädchen mit
goldenen Locken und großen dunklen Augen betrachtet scheu einen jungen
gutaussehenden Mann.
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| Ein
vornehmer Mann mit lustigen Augen betrachtet sie dabei interessiert. Der
junge Mann sitzt neben seiner jungen Ehefrau, die beiden schauen sich
verliebt an. Der vornehme Mann beugt sich zu dem Mädchen hinunter und
fragt es, ob es denn auch wisse, was sich mit ihnen allen zugetragen habe,
vor langer Zeit. „Nein“, sagt sie scheu und er fragt sie ernst, ob sie
schon einmal von den Nixen gehört habe.
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| „Die die Schiffer auf die
Klippen locken?“ Er lacht. „Ach, Du bist wohl gar selbst eine Nixe?“
Und so beginnt er seine Geschichte.
Die Nixen spielen unter Wasser und schwimmen gemeinsam.
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| Eines
Tages bringt ein Schiff einen schönen jungen Prinzen in das Reich des
Meereskönigs. Nachdenklich steht er an der Reling und sieht aufs Meer. Plötzlich
tauchen auf dem Wasser ein Paar Augen auf, tief und unergründlich. Stumm
betrachtet er sie, so wie sie ihn. Er wendet sich ab, betrachtet das Fest.
Die Nixe, deren schöne Augen er sah, klettert am Schiff hoch und
betrachtet ihnen aus der Nähe.
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| Er
bemerkt sie, aber sie lässt sich erschrocken ins Wasser zurück fallen.
Er lächelt.
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| Die Nixen singen und locken die
Schiffer auf die Felsen. Das Schiff zerschellt und die Männer ertrinken.
Nur der Prinz wird von der kleinen Nixe gerettet und ans Ufer gebracht.
Dort wartet sie an seiner Seite, bis die Sonne aufgeht. Erstaunt stellt
sie fest, dass in seiner Brust etwas pocht.
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Dann kommt eine kleine Reitergruppe heran und die Nixe verschwindet im Wasser. Es ist eine junge Prinzessin mit Gefolge, die auf den leblosen Prinzen hinuntersieht. Er ist einer ihrer Freier, aber es scheint ihr gleichgültig zu sein, ob er noch lebt.
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| Sie lässt ihn jedoch
heraufbringen. Für einen Moment kommt er zu sich und sieht sie an. Er
dankt ihr sein Leben und wird ohnmächtig. Die Prinzessin lächelt
siegesgewiß.
Die Nixe taucht wieder auf und folgt der Prinzessin zu ihrem Schloss. Dort wartet sie einen ganzen Tag und hofft, dass ihr Prinz überlebt.
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| Am
Abend taucht ein lumpig gekleideter Mann auf. Singend setzt er sich am
Rande des kleinen Kanals nieder und isst eine Kleinigkeit. Die Nixe
betrachtet ihn fasziniert und ängstlich. Sie traut sich aus ihrem
Versteck heraus. Der Mann entdeckt sie.
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| Er
lacht, will etwas sagen, aber dann pfeift er nur fröhlich ein Liedchen.
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| Die Nixe fragt ihn nach dem
Prinzen. Ohne, dass sie es sagen müsste, erkennt er, dass sie den Prinzen
liebt und dass sie ihn gerettet hat. Er bietet ihr an, ihr zu helfen.
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In einer Taverne, in der das Volk der Prinzessin den letzten Verstand vertrinkt, spricht er die Wirtin an. Sie erzählt ihm, dass das Land nach dem Tod des alten Königs verwahrlost. Sie betrachtet ihn genau und erkennt ihn als Sulpitius, einen Narren, Hanswurst und Taugenichts, der für einige Jahre das Land verlassen hatte. Er fragt sie, ob sie eine Hexe kenne, denn es gäbe da eine kleine Nixe, der er helfen möchte. „Du liebst sie wohl?“
Fragt die Wirtin und er wehrt lautstark ab. „Weißt es nur noch
nicht“, beharrt sie. Dann offenbart sie ihm dass sie selbst eine Hexe
sei.
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Ein Blick auf ein Fenster mit dem Bild eines Prinzen gibt der Nixe den Mut, den sie braucht. Die Hexe warnt sie vor den Schmerzen und davor, dass sie sterben wird, wenn er eine andere heiratet. „Das Wichtigste aber hast Du vergessen!“ ruft Sulpitius. „Findet sich einer…“ „Ja“, sagt die Hexe zur kleinen Nixe. „Findet sich einer, der sein Leben für Dich wagt, niemals Du wirst sterben. Wirst ewig sein, wie der Traum!“ Sie lacht auf. „Aber so einen finde mal.“
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| Die Nixe wird in einen Menschen
verwandelt. Freudig erkennt sie, dass nun auch in ihrer Brust ein Herz
schlägt. „Grad’ wie bei ihm…“
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| Sulpitius
nimmt die Nixe mit ins Schloss. Fröhlich zeigt er ihr die Welt der
Menschen und schenkt ihr eine Rose aus Metall.
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| Aber die Nixe will nur zu ihrem
Prinzen. Sulpitius hat ein Einsehen und verlässt sie, um den Prinzen zu
holen.
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Im Schloß erklärt derweil die Prinzessin dem genesenen Prinzen, sie habe ihn todesmutig aus den Wellen gerettet. Ihr Pferd sei dabei ertrunken, ein Hai habe es in die Tiefe gerissen. Er ist von ihrem Mut beeindruckt. Sulpitius schafft es durch einen Trick, den Prinzen zu sprechen und bittet ihn, ihm zu folgen. Der Dicklippige, sturzbetrunken und auch so nicht ganz helle, fragt die schöne Fremde, ob sie eine Nixe sei, denn er hatte mit halbem Ohr die Gespräche belauscht.
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| Sie bejaht und das Volk will
die Nixe verbrennen. Doch Sulpitius schafft es gerade noch, sie davon
abzuhalten. Er versucht, dem Volk weiszumachen, er sei ein Komödiant, der
mit seiner Tochter immer Meerkönig und Nixe vor den Leuten spiele.
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| Margolin,
ein anderer Freier der Prinzessin, ist misstrauisch und wirft dem Volk
vor, sich gerne für dumm verkaufen zu lassen.
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Aber Sulpitius führt den
Prinzen zur Nixe und bittet ihn, zu pürfen, ob sie wirklich eine Nixe
sei. Der Prinz tritt auf die Nixe zu, sieht ihr in die Augen und sagt: „Niemand soll Dir ein Leides antun.“ Dann erklärt er: „Sie ist keine Nixe!“ Die Prinzessin betrachtet die kleine Nixe eingehend. Auch sie ist überzeugt, dass die Fremde keine Nixe ist, aber sie lässt sie dennoch in den Turm sperren. Sulpitius ist entsetzt, aber er schafft es, dreist wie zuvor, als Knappe des Prinzen angenommen zu werden, anstatt ebenfalls eingesperrt zu werden. |
| Auf dem Ball im Schloss verrät
der Prinz, dessen Name Antoine ist, der Prinzessin ein Geheimnis: Seit
seinem 14. Lebensjahr sucht er jene einzige, für die es sich zu leben
lohnt. Er hofft, die Prinzessin erweise sich als jene.
Sulpitius versucht, die Nixe zu überreden, sich als vornehme Dame auszugeben. Doch die Nixe schüttelt den Kopf. Was nicht wahr ist, kann sie nicht sagen. Während dem Tanz überreicht eine der beiden Zofen dem Prinzen Antoine ein Medaillon mit dem Bild der Prinzessin. Sie sagt, die Prinzessin hoffe, dass er das morgige Turnier und damit sie gewinnen würde. Doch auch Margolin erhält von der anderen Zofe ein Bild.
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| Sulpitius macht daraufhin den
Zofen weis, die Nixe sei eine Adlige, die ein schweres Schicksal erlitt
und nicht darüber sprechen dürfe. Die Prinzessin ist sofort bereit, es
zu glauben und lässt die Nixe holen. Die
Nixe tanzt mit dem Prinzen. Obwohl sie Schmerzen hat, bewegt sie sich
anmutig und tanzt glücklich.
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Staunend sehen ihr alle zu, auch der Prinz betrachtet sie nachdenklich. Die Hexe gibt sich ebenfalls als Adlige aus und wird freudig willkommen geheißen.
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Einige Stunden vor dem Turnier: Die Prinzessin vertraut sich der Nixe an. Sie sei garstig, hartherzig und eitel. Sie lache und verdrehe den Prinzen die Köpfe, aber in ihr sei alles leer und tot. Es gäbe zudem so viele Menschen auf der Welt, dass sie an einer einzigen, vorherbestimmten Liebe zweifle. „Der Prinz liebt Euch“, sagt die Nixe und sagt, weil sie es nicht anders kann, die Wahrheit. Die Nixe spaziert ein letztes Mal am Meer entlang. Sie hebt eine Muschel auf und genießt das Rauschen des Meeres.
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Sulpitius erkennt, dass die Nixe verdammt ist. Stirbt der Prinz im Turnier, bricht ihr das Herz und sie muß sterben. Siegt er aber, dann heiratet er die Prinzessin und sie stirbt auch. Er sucht den Prinzen auf und provoziert ihn. Er lasse sich manipulieren und die einzige, die wahre, die er suche, sei eine andere. Wenn er an des Prinzen Stelle wäre, für diese eine würde er sich schlagen, für eine andere niemals. Aber Antoine lässt sich nicht darauf ein und geht. Das Turnier beginnt.
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| Der Prinz gesteht der Nixe:
„Ich glaube, dass ich bald sterben werde.“ Er bittet die Nixe, der
Prinzessin auszurichten, dass er sie liebe. Er würde siebenmal für sie
sterben, wenn sie es verlangte. Die Nixe schweigt und schüttelt
verzweifelt den Kopf.
Die Nixe klagt die Menschen an, sie ließen zu, dass sich die Ritter gegenseitig töten, das Turnier wäre nur Mord und kein Spiel. Aber alle lachen über sie. Nur die Prinzessin antwortet ihr: „Unser 13. Jahrhundert ist eine grausame Zeit.“ Die Prinzen schlagen sich. Während die Nixe vor Angst um ihren Prinz fast verrückt wird, scheint die Prinzessin mit Genuß und Spannung den Kampf zu verfolgen.
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| Margolin stürzt. Antoine zeigt
sich als fairer Gegner und steigt ebenfalls ab. Dabei entdeckt er bei dem
Gestürzten das Medaillon mit dem Bild der Prinzessin. Er holt sein
eigenes hervor und tritt verwirrt vor die Prinzessin. Er fragt sie, wie er
das verstehen soll. Margolin nutzt die Gelegenheit und erschlägt den
Prinzen heimtückisch von hinten. Alle sind entsetzt.
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Die Prinzessin verweigert dem triumphierenden Margolin ihre Hand und verschwindet, ohne den toten Prinzen weiter zu beachten. Margolin wird vom aufgebrachten Volk verjagt. Nur die Nixe kniet neben dem toten Prinzen und trauert stumm. Auch die Prinzessin trauert. Darum, dass sie nun wieder ein paar Monate warten muß, bis sie endlich verheiratet ist…
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Sulpitius holt die Hexe, damit sie den Prinzen wiedererweckt. Die Hexe seufzt, tut aber, was er will. Sie warnt die Nixe, dass sie ihn für immer verlieren wird, wenn er wieder lebt, aber sie schluchzt nur: „Er soll leben!“ Die Hexe verbindet ihr die Augen und beginnt ihren Singsang. Der Prinz erwacht. Er sieht sich erstaunt um, betrachtet das seltsame kleine Grüppchen und geht. Ohne ein Wort. Nur Sulpitius betrachtet er eine Weile länger und obwohl dieser mit dem Rücken zu uns steht, können wir uns denken, wie fassungslos er aussehen mag. |
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Der Prinz erscheint im Schloss der Prinzessin. Sie betet. Er tritt ein und sie sagt ihm: „Da seht Ihr es, Tag und Nacht habe ich um Euch gefleht.“ Er sieht sie ernst an. Unter seinem eindringlichen Blick senkt sie den Kopf und sagt ihm die Wahrheit. Sie wollte sichergehen und gab beiden ihr Bild. Antoine verlässt sie ohne ein Wort. Die Prinzessin glaubt ihn verloren. Den Prinzen zieht es zum Meer. Zweimal habe sie ihm das Leben gerettet, als Ritter sei er verpflichtet… Wir hören Hochzeitsglocken. |
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Der Prinz heiratet die Prinzessin. Die Nixe weint wieder stille Tränen. Sulpitius ist bei der Hexe in der Schenke. Sie erinnert ihn, dass die Nixe nun sterben muß. Er antwortet: „Hab’s nicht vergessen, werd’s auch nicht vergessen…“ Er will das Land verlassen. Sie fragt, ob er nichts bereue und er antwortet schnell, zu schnell: „Nein, nichts!“ Aber der Ausdruck in seinem Gesicht…
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| Die
Feier ist in vollem Gange. Der Prinz und die Prinzessin lachen. Die Nixe
sieht ihnen aus einiger Entfernung zu. Sie weint noch immer. Der Prinz
wird plötzlich, mitten im Trubel ganz still und ernst. Er sieht
nachdenklich und traurig aus. Die Nixe sieht es und… lacht! Sie springt
auf und tanzt fröhlich und ausgelassen zur Musik. Die Prinzessin und der
Prinz bemerken sie. Die Prinzessin lacht, aber Antoine sieht ihr
fassungslos zu.
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Die Hexe ruft den Menschen zu, sie sollen sich die kleine Nixe ansehen. Sie lache und tanze, dabei müsse sie heute noch sterben. Wenn nur einer sein Leben für sie gäbe, wäre sie gerettet. Aber alle lachen und der Dicklippige ruft: „Den Narren such Dir mal!“ Die Prinzessin verspricht der Nixe, sie würde für sie ein Turnier ausrufen und ihr prächtige Kleider machen lassen. Der Prinz aber schaut die Nixe traurig an. Die Hexe fragt sie, ob sie nichts bereuen würde. Die Nixe lächelt und schüttelt den Kopf. |
| Der
Morgen bricht an. Alle Gaukler packen zusammen. Wind weht. Der Prinz und
die Prinzessin verlassen den Festplatz. Plötzlich stellt sich ihnen ein
maskierter Mann mit Schwertern entgegen. Er fordert den Prinzen. Der Prinz
fragt, wer er sei. Der Maskierte gibt an, er sei Prinz Antoine und der
Prinz sei ein Hochstapler. Wütend greift Antoine ihn an. Die Nixe will
dazwischen aber die Prinzessin hält sie zurück.
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| Die
Männer kämpfen und Antoine ersticht den Maskierten. Als er zu Boden fällt,
kniet Antoine nieder und nimmt ihm die Maske ab.
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| Sein
Gegner war Sulpitius. Der Prinz ist schockiert und fragt ihn, warum er das
getan habe. Sulpitius erzählt ihm, dass der Traum, den Antoine suchte,
die kleine Nixe sei. Antoine blickt erstaunt zur Nixe hinüber. Sulpitius:
„Sobald ich gestorben bin, wird sie für Dich verschwunden sein. Sie
wird ewig auf der Erde leben! Aber Du wirst sie niemals mehr erblicken…
Mein Leben hat keinem nützen können, aber dafür… mein Tod.“ Er
stirbt.
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| Antoine
sieht zur Nixe, die vor seinen Augen verschwindet. Die Prinzessin fragt
ihn, wen er suche, aber Antoine antwortet ihr nicht.
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| Er
läuft durch das Schloss, über den Hof, sieht sie überall, aber sie
verschwindet immer wieder. Er findet die metallene Rose.
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| Er folgt ihr, aber erreicht sie
nicht. Immer ist sie ihm ein paar Schritte voraus und verschwindet, wenn
er ihr näher kommt.
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Wir sind zurück in der Kutsche. Das Mädchen schaut tränenüberströmt zu dem Geschichtenerzähler. „So war es“, sagt er. „So hat es sich zugetragen. Seitdem wandert die kleine Nixe umher und bringt allen Glück. Du musst nur den richtigen Blick haben. Dann wirst Du sie sehen. Das vergiss nicht.“ Und die Kutsche rollt über die schneebedeckten Felder davon. Ende. |
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Oh, wo soll ich nur beginnen? Mir ist dieser Film in die Hände gefallen, als er vor ein paar Jahren in der ARD im Ferienprogramm lief. Ich habe erst zugeschaltet, als Sulpitius sein Leben opfert, wußte nicht, wer er war und war doch zu Tränen gerührt. 5 Minuten reichten völlig aus, um mich für diese Variante des Märchens zu begeistern. Es gibt verschiedene Momente und Motive die mir daran gefallen. Die Nixe an erster Stelle. Mir gefällt auch, daß man sie den ganzen Film über "Nixe" nennt und nicht "Meerjungfrau", obwohl sie ja im Meer lebt. Nixe bedeutet noch etwas anderes, denke ich... etwas viel Magischeres. Liegt vielleicht an dem "X" ^ ^! Viktoriya Novikova, die Schauspielerin, ist einfach wunderschön... ihre großen dunklen Augen, die sich so schön gegen die blonden Haare absetzen... ihr zierliches Gesicht... eine schöne Idee war es auch, jedes ihrer Worte mit einem zarten Klingeln zu untermalen, so daß ihre Stimme (natürlich kann ich nur für die deutsche Synchro sprechen) einfach außergewöhnlich wird. Der Prinz Antoine, Yuri Senkevich, sieht einfach so gut aus! Hrm... *räusper* mir gefällt er. Einer der schönsten Märchenprinzen. Besonders in den Szenen zum Ende ist er einfach schön... Aber weiter... die Rahmengeschichte ist auch ein solches Motiv, das mir gefällt! Wenn wir am Ende wieder in der kleinen Kutsche ankommen, dann erkennen wir sie alle wieder. Die kleine Nixe, Sulpitius, Antoine, die namenlose Prinzessin, den Dicklippigen (so heißt er im Vorspann) und auch die Hexe, die eine Art Gouvernante der Nixe ist. Und wir erkennen, daß der freundliche Geschichtenerzähler in Wahrheit Hans Christian Andersen ist, der mal eben so aus gegebenem Anlaß die Geschichte der kleinen Meerjungfrau erfindet. Und ich frage mich immer noch, ob denn der gute frischgebackene Ehemann aka Antoine auch gut zugehört hat! Ah... die Unterwasseraufnahmen sind herrlich! Eine unglaubliche Leistung der Schauspieler. Das Meer sieht sehr nach Nordsee oder Atlantik aus (die Quallen!!!), das muß irrsinnig kalt gewesen sein. Und das alles ohne Atemgerät, mit ständigem Luftanhalten. Die tschechische Variante löst das sehr clever, aber die russische fordert dadurch einen unglaublichen Respekt ein, denke ich. Ein Freund von mir hat mit mir mal ein Spiel gespielt. Dabei haben wir Filme angesehen und uns anschließend überlegt, welche Figuren einen Teil von uns darstellten, und welchen und natürlich warum. Spielt das mal! Wer wäret ihr? Erstaunlicherweise hat nicht nur die Nixe meine Sympathien. Natürlich verstehe ich ihren Wunsch, ihre Sehnsucht und auch, daß sie alles aufgibt und auch in den Tod gehen will. Viel faszinierender aber ist doch zum Beispiel Sulpitius. Er, ein wandernder Narr und "Taugenichts", hilft aus Freundlichkeit einer armen Nixe. Und es geschieht, wie die Hexe es ihm zusagt, er liebt die kleine Nixe, weiß es aber nicht. Er hilft ihr, er zeigt ihr die Welt, rettet sie immer wieder, aber seine Liebe zu ihr bleibt unerfüllt. Wie sagt er zu Antoine? Wenn ich an Eurer Stelle wäre... Sulpitius ist ein großherziger Mann. Wenn sich einer findet... diese Klausel bringt er ins Spiel. Und ich glaube, er weiß von Anfang an, daß er derjenige sein wird, der schließlich in den Tod für sie geht. Denn nur ein Narr würde das für eine Nixe tun... Die Prinzessin ist ein sehr zweispältiger Charakter. Und ebenso war meine Meinung über sie. Zunächst habe ich sie gehasst, weil sie den Prinzen nicht einmal liebte, es war ihr gleich, ob er noch lebte, oder tot war. Das unterschied sie von den vielen anderen Prinzessinnen der Märchenvariationen. Dann log sie dreist, um den Prinzen für sich zu gewinnen. Und sie war jederzeit bereit, ihre Freier in den Tod zu schicken. Aber dann vertraut sie sich der Nixe an. Und zum ersten Mal im Film hat man den Eindruck, daß sie bisher nur eine Maske trug. Sie sieht sich als kalt und hartherzig an, aber durch diese Selbsterkenntnis wird sie realer, greifbarer. Und ihr bietet sich die Chance, durch die Nixe und Antoine ein besserer Mensch zu werden. Dennoch strauchelt sie. Erst als Antoine sie nach seiner Auferstehung aufsucht und stumm anklagt, läßt sie auch vor ihm ihre Maske fallen. Im Grunde scheint sie einfach Pech gehabt zu haben. Sie hat keine Familie mehr, alle lügen ihr ins Gesicht, besonders ihre "Freundinnen", die Zofen. Ihr Land verfällt und nur eine Heirat scheint die Rettung zu sein. Also versucht sie, sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Am Ende hat sie den einzigen verloren, den sie wirklich hätte lieben können. Antoine... er ist eine tragische Figur, nicht? Zunächst ist er für lange, lange Zeit der dumme, uneinsichtige Prinz, den wir aus dem Märchen kennen. Er erkennt seine Nixe nicht wieder, obwohl sie ihre Stimme behalten durfte (!) und wirft sich einer anderen an den Hals. Der Betrug der Prinzessin läßt ihn jedoch zweifeln. Dennoch sieht er es als seine Pflicht, sie zu heiraten, denn sie habe ihm zweimal das Leben gerettet. Aber er irrt, denn beide Male war es die kleine Nixe, die ihn rettete. Erst als Sulpitius sein Leben gibt, fällt der Schleier von seinen Augen und er erkennt die Wahrheit. Das ist das einzige Mal im Märchen (außer in der wundervollen Disney-Variante, aber ich meine auch mehr die tragisch endenden Varianten), daß der Prinz die kleine Meerjungfrau erkennt. Doch es ist zu spät. Sie ist für ihn verloren. Er wird sie nun sein Leben lang (und vielleicht auch darüberhinaus?) suchen und doch nie erreichen können. In seinem Blick schwebt Sehnsucht, Trauer... vielleicht Bedauern. Tragisch ist er meiner Meinung nach, weil er sie zwar erkennt, aber dadurch auch verliert. Seine Suche nach ihr wird nicht mehr die Suche einen träumenden Liebenden sein, sondern die eines Verzweifelteten... ich fürchte, er endete ihm Wahnsinn ^ ^. Die kleine Nixe wird also nicht zu Meerschaum, sie wird nicht zu treibenden Blüten (tschechische Variante) und zu keinem Geist der Lüfte. Sie wird ein Traum und schließlich ein junges Mädchen mit großen, traurigen Augen, die weint, obwohl sie allen Menschen Glück bringt. Vielleicht ist das das Geheimnis ihrer Liebe. Denn auf der Hochzeit lacht der Prinz, während sie weint. Aber als er für einen Moment nachdenklich und traurig wird, überwindet sie sich und lacht. Um ihn glücklich zu machen? Vielleicht...
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| Leider sieht es mit einer deutschen DVD
sehr schlecht aus. In den USA scheint es eine gute Fassung zu geben, mit
der russischen Originalsynchro drauf, leider nur mit deutschen
Untertiteln. Und es scheint irgendwo (in Russland?) auch eine
restaurierte Fassung zu geben, die Farbqualität ist erstaunlich im
Vergleich mit meiner alten, verstaubten Secondhand-VHS. Dennoch ist ebay
vermutlich die beste Anlaufstelle, wenn man die Kaufkassette haben
möchte.
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